Veröffentlicht am 24. März 2026

Ein besonderes literarisches Erlebnis bot die Bücherei Prien am vergangenen Sonntagnachmittag im Chiemsee Saal: Autor Sebastian Huber präsentierte sein bekanntes Kinderbuch „Der Vinzi Stier“ – und das in einer außergewöhnlichen Form, die selbst für den erfahrenen Vorleser eine Premiere darstellte. Erstmals brachte er das Buch gemeinsam mit seinem Sohn Sebastian und seiner Tochter Josephine literarisch und musikalisch auf der Bühne.

Die Lesung entwickelte sich schnell zu einem stimmungsvollen Gesamtkunstwerk. Während Huber aus seinem Buch las, wurden die liebevoll und humorvoll gestalteten Illustrationen großflächig auf eine Leinwand projiziert. Für die musikalische Untermalung sorgte der Autor selbst auf der Ziach, unterstützt von seinen Kindern: Sohn Sebastian begleitete auf der Gitarre, Tochter Josephine auf der Geige. Zudem schlüpfte sie mit ihrer Stimme immer wieder in verschiedene Rollen und ließ die Protagonistinnen der Geschichte lebendig werden.

Ein ganz besonderes Highlight war gleich zu Beginn der Auftritt von acht Kindern zwischen sieben und elf Jahren, die das eigens von Huber komponierte „Vinzi-Lied“ mithilfe von gestimmten Kuhglocken zum Klingen brachten. Einstudiert hatten sie das Stück zuvor im Workshop „Musizieren mit Kuhglocken“, der in der Bücherei Prien stattgefunden hatte.

Mehr als 130 kleine und große Gäste verfolgten begeistert die Geschichte des kleinen Stiers Vinzi. Das Buch erzählt von einem jungen Tier aus einem Bergdorf, das davon träumt, den Sommer auf der Hochalm zu verbringen. Trotz anfänglicher Bedenken der Sennerin Zenzizi erhält Vinzi Unterstützung von seinem Freund Bertl. Gemeinsam bereiten sie ihn auf das Leben auf der Alm vor – und schließlich wird sein Traum Wirklichkeit. Dabei erlebt Vinzi zahlreiche Abenteuer.

Auch Büchereileiterin Melanie Schieber zeigte sich rundum zufrieden mit der Veranstaltung: „Diese Lesung hat auf wunderbare Weise Literatur und Musik verbunden. Es war schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Familien dabei waren und dass sogar ein paar Kinder aktiv an der Aufführung mitwirken konnten, war natürlich etwas ganz Besonderes“, so Schieber.

Nach großem Applaus geleitete Familie Huber die Zuhörerinnen und Zuhörer mit dem „Vinzi-Lied“ hinaus, von denen sich die ein oder anderen zum Ende des gelungenen Nachmittags noch ein vom Autor signiertes Exemplar von „Der Vinzi Stier“ sicherte.